Die Magie der Selbsthypnose erlernen

selbsthypnose erlernen

Hypnose wird oftmals mit einem willenlosen Zustand gleich gesetzt.
Diese Annahme scheint die Showhypnose gerade einem Anfänger zu vermitteln.
In der Showhypnose wird mit einer anderen Hypnosetiefe gearbeitet als in der Therapie oder Beratung. Zum Beispiel lassen Show – Hypnotiseure nicht selten ihre Gäste über den Boden robben oder Zahlen vergessen. Beispiel:“Wenn du von 1 bis 10 zählst, existiert die Zahl 8 nicht mehr für dich.“

Es muss erwähnt werden, dass nur ein geringer Anteil der Menschen zugänglich für solche Suggestionen sind. Vor der Show, sucht der Hypnotiseur passende Kandidaten durch ein paar Tests aus dem Publikum.

Showhypnose ist unter Therapeuten und Beratern oftmals verpönt, weil der heilende und wirksame Nutzen ausbleibt. Wer z.B. über den Boden robben musste hat danach teilweise mentale Schäden.

Was ist Hypnose/ Selbsthypnose?

Unter Selbsthypnose verstehen wir den Zustand körperlicher Entspannung, der durch Suggestionen erreicht wird. Dabei fahren die Körperfunktion hinunter, ähnlich wie im Schlaf. Der Puls wird ruhiger und die Atemfrequenz und der Gesamtumsatz werden reduziert. Dabei bleibt Ihr Geist  vollkommen wach. Sie nehmen jedes Wort wahr, welches an Sie gerichtet wird, aber in einem eher passiven Zustand.
Sie behalten die volle Kontrolle über Ihre Person und das Tor zum Unterbewusstsein öffnet sich dabei.
Sie können bewusst darauf zugreifen, ihm neue Botschaften vermitteln oder nach Informationen suchen, die dort gespeichert sind. In unserem Unterbewusstsein ist alles gespeichert, was Sie in Ihrem Leben bereits gesehen und erlebt haben. Jede Sekunde. Nur können wir darauf nicht im bewussten Zustand zugreifen, weil uns diese Informationsvielfalt regelrecht erschlagen würde.
Auch  Ihr Verlangen nach Rauchen, Ihr Heißhunger auf Süssigkeiten und Ihre Glaubensmuster sind in Ihrem Unterbewusstsein gespeichert.
Durch Selbsthypnose können wir nun auf diese Informationen in Ihrem Unterbewusstsein zu greifen und damit arbeiten oder diese umprogrammieren.

Wie wird eine Selbsthypnose aufgebaut

Sie sollten sich bequem hinlegen oder setzen. Dabei ist eine bequeme Position wichtig, in der Sie es etwas länger aushalten können. Schalten Sie alle Störquellen aus, wie Fernseher, Handy o.ä. und erwarten keinen Besuch, damit Sie nicht unter Zeitdruck geraten.
Damit Sie nun den Weg in die Entspannung finden, leiten Sie sich selbst ein.
Es gibt sehr viele unterschiedliche Einleitungen. Ich bringe Ihnen 2 gängige Einleitungen bei.
Sobald Sie sich selbst eingeleitet haben, verstärken Sie die Hypnosetiefe.
Dazu bringe ich Ihnen ebenfalls zwei einfache und gängige Methoden bei.
Wenn Sie erst einmal eine angenehme Trancetiefe erreicht haben, gestalten Sie den Hauptteil.
Sobald Sie mit dem Hauptteil fertig sind, leiten Sie sich aus der Hypnose wieder aus.
Sie könnten natürlich auch einfach die Augen öffnen, was aber nicht gängig ist, weil Ihre Körperfunktion noch nach unten gefahren sind.

Einleitung Blickfixation:
Ausgangsstellung für eine Einleitung sollte immer eine bequeme Position und ein möglichst leerer Kopf sein.
Suchen Sie sich einen Punkt an der Wand oder irgendwo  an der Decke. Diesen Punkt fixieren Sie mit Ihren Augen und starren darauf. Machen Sie das solang bis Ihre Augen brennen und müde werden. Schließen Sie Ihre Augen. Atmen Sie gleichmäßig und tief ein und aus. Fühlen Sie dabei  in Ihre Arme und Beine und stellen sich vor wie diese warm und schwer werden.
Öffnen Sie wieder die Augen nach  10 Sekunden und starren in den Raum. Sie  müssen nun nichts fixieren.
Nach  5 Sekunden schließen Sie wieder die Augen. Atmen Sie weiterhin gleichmäßig ein und aus und konzentrieren Sie sich dabei auf Ihre warmen und schweren Arme und Beine.
Das öffnen und schließen Ihrer Augen können Sie in diesem Rhythmus  5 bis 10 mal wiederholen, bis Sie merken, dass Sie immer entspannter werden.
Den Zustand der Hypnose bemerken Sie daran, dass Sie sehr entspannt sind und aufhören aktiv zu denken, dabei werden Ihre Augen  eventuell  zucken. Ihr Atem wird immer gleichmäßiger und ruhiger. Außengeräusche werden nicht mehr als störend wahr genommen. Vielleicht werden Ihre Muskeln ähnlich wie Ihre Augen etwas durch die Entspannung zucken.
Sie fühlen sich total entspannt und teilweise ein wenig berauscht dabei. Es wird Ihnen auf jeden Fall gut tun.

Einleitung Armlevitation:
Der Begriff Levitation bedeutet, die Erdanziehungskraft zu überwinden. Keine Sorge, Sie werden nicht das Fliegen lernen. Aber Ihr Arm wird ganz von allein nach oben abheben, als wenn er schweben würde.
Die Armlevitation erfordert zwar  etwas Erfahrung, aber nach kurzer Zeit sollte Ihnen das gut gelingen.
Schließen Sie  Ihre Augen und nehmen dazu eine entspannte Haltung ein. Stellen Sie sich mit geschloßenen Augen vor, wie eine Schnur mit einem Luftballon an Ihren Handgelenk hängt und Ihren Arm an hebt. Versuchen Sie sich das so bildhaft es nur geht vorzustellen. Wenn Sie es sich intensiv genug vorstellen wird Ihr Arm durch Ihre Gedankenkraft nach oben schweben. Sie können sich auch eine Eisenkette vorstellen, die Ihren Arm am Handgelenk nach oben zieht. Sie müssen nur etwas Geduld haben, dann wird Ihr Arm erstaunlich schnell nach oben wandern. Dabei geraten Sie automatisch in den Zustand der Hypnose.

Sie können diese beiden Einleitungen beliebig kombinieren. Wenn Sie durch die Blickfixation bereits entspannt sind, können Sie anschließend eine Armlevitation durchführen.

Vertiefung:
Anfängern empfehle ich anfangs noch mit einer Vertiefung zu arbeiten.
Sobald Sie durch eine Induktion entspannt genug sind, können Sie diesen Zustand durch Ihre Vorstellungskraft vertiefen.
Hier gibt es wieder mehrere Möglichkeiten. Ich stelle Ihnen zwei gängige Vertiefungen vor. Wahrscheinlich werden Sie diese aber irgendwann nicht mehr benötigen, wenn Ihr Körper sich erst einmal an die Selbsthypnose gewöhnt hat. Es wird Ihnen von Mal zu Mal leichter fallen sich aktiv zu entspannen.

Nach einer Einleitung können Sie sich eine Treppe vorstellen. Es ist unerheblich, was für eine Treppe das genau ist. Sie können eine aus Stein oder Holz wählen, so wie es Ihrer Phantasie gerade entspricht. Dann stellen Sie sich in Ihren Gedanken auf die obere Stufe und gehen eine Stufe tiefer. Zählen Sie die Stufen runter z.B. von 5 bis 0 und steigen in Ihrer Phantasie langsam herab. Suggerieren Sie sich dabei:“ Ich gehe noch tiefer und tiefer in Hypnose. Mit jeder Stufe entspanne ich immer mehr und mehr.“ Bleiben Sie ruhig auf jeder Stufe eine Weile stehen und stellen sich die jeweilige Stufe in einer beliebigen Farbe vor.  Farben können die Vertiefung ebenfalls verstärken. Das machen Sie dann bis Sie bei der letzten Stufe  angekommen sind.
Als zweite Variante können Sie einen farbigen Fahrstuhl wählen, mit dem Sie Stockwerk für Stockwerk immer tiefer fahren.

Hauptteil:
Wollen Sie sich ein Ziel setzen, können Sie dieses im Selbsthypnosezustand visualisieren. Wenn Sie nach einer Einleitung und anschließenden Vertiefung die beschriebenen Tranceindikatoren bei sich feststellen konnten, können Sie mit dem Visualisieren beginnen. Stellen Sie sich so bildhaft es nur geht vor, wie es ist, das Ziel bereits erreicht zu haben.
Fahren Sie in Ihren Gedanken im neuem Porsche, wohnen bereits in Ihrem neuen Haus oder präsentieren Ihren neuen Luxus Körper in einem Bikini am Strand. Visualisieren Sie so intensiv es Ihnen möglich ist und binden Ihre Sinne mit ein.

Was sehen Sie dabei? Wie fühlen Sie sich? Was hören Sie dabei? Was riechen Sie? Das Benzin Ihres neuen Autos oder das Holz Ihres Hauses?

Bringen Sie sich dabei in einen guten Gefühlszustand und erleben es vor Ihrem inneren Auge das Ziel bereits erreicht zu haben.
Ihr Unterbewusstsein liegt auf der rechten Seite Ihres Gehirns, welches das Kreativzentrum ausmacht. Auf der linken Seite liegt unser Verstand. Hier wird gerechnet und rational gehandelt. Das ist der Grund, warum unser Unterbewusstsein Bilder so liebt.
Wenn Sie Ihre Ziele ab heute regelmässig visualisieren, sucht Ihr Unterbewusstsein nach neuen Möglichkeiten, Ihr Ziel zu erreichen. Es kann dann passieren, dass Sie plötzlich eine neue Idee haben oder unheimlich motiviert sind. Das sind die Impulse aus Ihrem Unterbewusstsein.

Sie haben im Zustand der Selbsthypnose auch die Möglichkeit in Ihre Vergangenheit zu reisen. Jeder Moment in Ihrem Leben ist irgendwo im Unterbewusstsein gespeichert. Diese Informationen finden Sie auf Ihrer persönlichen Blackbox. Die Natur hat es aber so eingerichtet, dass wir im bewussten Zustand darauf nicht zugreifen können, weil diese Informationsvielfalt unser Bewusstsein erschlagen würde. Wenn Sie die ersten Erfahrungen mit Selbsthypnose gemacht haben, wird es Ihnen immer leichter fallen, Details aus Ihrer Vergangenheit zu finden. Gehen Sie dazu in zurückliegende Erinnerungen hinein. Ihr Unterbewusstsein kennt die Verknüpfungen und wird Ihnen dann automatisch die entsprechenden Bilder liefern.

Ausleitung:
Wenn Sie mit Ihrer Selbsthypnose fertig sind sollten Sie sich wieder ordentlich ausleiten.
Ihre Körperfunktionen sind noch runter gefahren und Ihre Reaktion kann daher noch eingeschränkt sein.
Das könnte z.B. beim Autofahren fatale Folgen haben.
Wenn Sie durch einen Hypnotiseur ausgeleitet werden, sieht das ungefähr so aus:
„Ich zähle nun von 1 bis 3 und bei 3 bist du wieder vollkommen wach. 1 dein Puls und dein Atem gehen nun für dich auf normale Wachwerte zurück, 2 du kommst nun wieder ins Hier und jetzt zurück in diesen Raum, 3 öffne deine Augen- du bist nun vollkommen wach.“ Danach fordert der Hypnotiseur seinen Klienten  auf, sich ordentlich auszustrecken und zu sich zu finden.
Sie haben nun die Möglichkeit sich diese Ausleitung selbst zu suggerieren, also vorzusprechen. Werden Sie dabei mit Ihrer Stimme lauter. Die Kuschelmomente sollen in diesem Moment sichtbar zu Ende gehen. Ein Hypnotiseur macht die Ausleitung ebenfalls mit kräftiger und bestimmender Stimme. Eine andere Möglichkeit ist es, sich vor  oder während des Augenöffnens zu strecken und Beine und Arme in Bewegung zu bringen. Sie werden bemerken, dass Ihre Muskeln sehr erschlafft und entspannt sind und wieder neuen Schwung benötigen. Lassen Sie sich dafür soviel Zeit, bis Sie wieder vollkommen wach sind. Erst dann funktioniert Ihre Reaktion wieder uneingeschränkt.

P.S. Da wir es nur noch ganz kurz im Programm haben hier der Link zur Gehirnwellenflatrate.

Herzlichst, Ihre Bettina

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